Arbeitsmarkt: Umfrage: Lust auf Jobwechsel lässt nach

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Ariane Nagel
12 Min Read

Der deutsche Arbeitsmarkt scheint sich zu stabilisieren, zumindest wenn man die Wechselbereitschaft der Arbeitnehmer betrachtet. Eine aktuelle Umfrage deutet darauf hin, dass die Lust auf einen Jobwechsel in vielen Generationen abnimmt. Besonders spannend ist dabei der Blick auf die unterschiedlichen Altersgruppen und ihre jeweiligen Beweggründe. Was treibt die «Generation Z» an, im Job zu bleiben, und was hält die «Baby Boomer» davon ab, sich nach neuen Ufern umzusehen? Die Ergebnisse der Studie geben interessante Einblicke in die aktuelle Dynamik des Arbeitsmarktes und die Prioritäten der deutschen Arbeitnehmer.

Jobwechsel Umfrage
Symbolbild: Jobwechsel Umfrage (Foto: Picsum)

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wechselbereitschaft der deutschen Arbeitnehmer ist im Vergleich zu den Vorjahren gesunken.
  • Die «Generation Z» zeigt zwar noch die höchste Wechselbereitschaft, aber auch hier ist ein Rückgang zu verzeichnen.
  • Unterschiedliche Generationen haben unterschiedliche Gründe für oder gegen einen Jobwechsel.
  • Gehalt und Aufstiegschancen sind für jüngere Generationen besonders wichtig.
  • «Baby Boomer» legen Wert auf ein geringes Stresslevel und eine gute Führungskraft.

Die Ergebnisse der Jobwechsel Umfrage im Detail

Die aktuelle Forsa-Umfrage, in Auftrag gegeben vom Karrierenetzwerk Xing, liefert detaillierte Einblicke in die Jobwechselbereitschaft der deutschen Arbeitnehmer. Die Studie zeigt, dass nur noch etwa zwei Drittel der Befragten grundsätzlich offen für einen Jobwechsel sind. Konkret gaben 34 Prozent an, aktiv nach einer neuen Stelle zu suchen oder zumindest nicht abgeneigt zu sein, den aktuellen Arbeitgeber zu verlassen. Dieser Wert ist der niedrigste seit fünf Jahren und deutet auf eine gewisse Stabilität im Arbeitsmarkt hin. Die Jobwechsel Umfrage beleuchtet dabei nicht nur die generelle Bereitschaft, sondern auch die dahinterliegenden Motive und die Unterschiede zwischen den Generationen.

Ein genauerer Blick auf die einzelnen Altersgruppen offenbart interessante Unterschiede. Während die «Generation Z» (Jahrgänge 1997 bis 2012) mit rund 44 Prozent noch die höchste Wechselbereitschaft aufweist, ist auch hier ein Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren zu beobachten. 2025 lag dieser Wert noch bei 48 Prozent, 2024 sogar bei 50 Prozent. «Gerade in den jüngeren Generationen hat die Bereitschaft zum Jobwechsel in den vergangenen Jahren abgenommen», erklärt Julian Stahl, Arbeitsmarktexperte bei Xing. Dies könnte verschiedene Ursachen haben, von einer veränderten wirtschaftlichen Lage bis hin zu einem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis.

Generationen im Vergleich: Wer will wechseln, und warum?

Die Jobwechsel Umfrage zeigt deutlich, dass die Motivation für einen Jobwechsel stark von der jeweiligen Generation abhängt. «Millennials» (Jahrgänge 1981 bis 1996) zeigen mit 40 Prozent ebenfalls eine relativ hohe Offenheit für neue berufliche Herausforderungen. Bei der «Generation X» (Jahrgänge 1965 bis 1980) sinkt die Wechselbereitschaft auf rund 29 Prozent. Die «Baby Boomer» (Jahrgänge 1946 bis 1964) bilden mit lediglich 17 Prozent das Schlusslicht. Diese Unterschiede spiegeln nicht nur die unterschiedlichen Lebensphasen wider, sondern auch die unterschiedlichen Werte und Prioritäten der jeweiligen Generationen. (Lesen Sie auch: Tech-Milliardär: Musk kann Klage zu Twitter-Übernahme nicht…)

Für die «Generation Z» spielt das Gehalt eine zentrale Rolle. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) nannte ein zu niedriges Gehalt als einen der Hauptfaktoren für einen möglichen Jobwechsel. Auch fehlende Aufstiegschancen (42 Prozent), Unzufriedenheit mit den aktuellen Aufgaben (39 Prozent) und eine generelle Lust auf Abwechslung (38 Prozent) wurden häufig genannt. Die «Generation Z» ist also auf der Suche nach einem Job, der nicht nur gut bezahlt ist, sondern auch Entwicklungsmöglichkeiten bietet und Spaß macht. Die Jobwechsel Umfrage unterstreicht, dass diese Generation hohe Ansprüche an ihren Arbeitsplatz stellt.

💡 Wichtig zu wissen

Die Ergebnisse der Jobwechsel Umfrage sind nicht repräsentativ für die gesamte deutsche Bevölkerung, da es sich um eine Umfrage unter Xing-Nutzern handelt. Allerdings geben die Ergebnisse dennoch wertvolle Einblicke in die aktuelle Stimmungslage der Arbeitnehmer.

Stresslevel und Führungskraft: Was den «Boomern» wichtig ist

Im Gegensatz zur «Generation Z» legen die «Baby Boomer» andere Schwerpunkte. Für diese Generation ist ein hohes Stresslevel (35 Prozent) der häufigste Grund für eine mögliche Wechselbereitschaft. Auch das Gehalt und die Qualität der Führungskraft spielen eine wichtige Rolle. Die «Baby Boomer» haben oft schon viele Jahre Berufserfahrung und suchen in erster Linie nach einem Job, der ihnen ein angenehmes Arbeitsumfeld und eine gute Work-Life-Balance bietet. Die Jobwechsel Umfrage zeigt, dass diese Generation weniger Wert auf Aufstiegschancen legt, sondern vielmehr auf Stabilität und Wertschätzung.

Erwartungen an den neuen Job: Sicherheit und Sinnhaftigkeit

Trotz der unterschiedlichen Motive für einen Jobwechsel gibt es auch einige Gemeinsamkeiten zwischen den Generationen. Wenn es um die Erwartungen an einen neuen Job geht, sind sich die Befragten überwiegend einig. Am wichtigsten sind den meisten Arbeitnehmern ein sicherer Arbeitsplatz, ein gutes Arbeitsklima und eine sinnvolle Tätigkeit. Auch eine faire Bezahlung und flexible Arbeitszeiten werden von vielen als wichtige Faktoren genannt. Die Jobwechsel Umfrage zeigt, dass die Arbeitnehmer in Deutschland nicht nur nach einem Job suchen, der ihren Lebensunterhalt sichert, sondern auch ihren persönlichen Werten entspricht. (Lesen Sie auch: Lebensmittelpreise: Mehr Kakao geerntet: Schokolade wird teilweise…)

Die Ergebnisse der Jobwechsel Umfrage lassen sich auch im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen Lage interpretieren. In Zeiten von Inflation und Unsicherheit suchen viele Arbeitnehmer nach Sicherheit und Stabilität. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass die Wechselbereitschaft insgesamt gesunken ist. Gleichzeitig sind die Erwartungen an den Arbeitsplatz gestiegen. Die Arbeitnehmer wollen nicht nur einen Job, sondern eine sinnvolle Tätigkeit, die ihnen Freude bereitet und ihnen ein gutes Gefühl gibt. Die Jobwechsel Umfrage verdeutlicht, dass die Arbeitgeber sich diesen veränderten Bedürfnissen anpassen müssen, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

Die aktuelle Jobwechsel Umfrage ist nur eine Momentaufnahme, aber sie fügt sich in einen langfristigen Trend ein. In den letzten Jahren hat sich der Arbeitsmarkt stark verändert. Die Digitalisierung, die Globalisierung und der demografische Wandel haben neue Herausforderungen und Chancen geschaffen. Die Arbeitnehmer sind mobiler und flexibler geworden, aber auch anspruchsvoller. Die Jobwechsel Umfrage zeigt, dass die Arbeitgeber sich diesen Veränderungen stellen müssen, um im Wettbewerb um die besten Talente zu bestehen. Dies bedeutet, dass sie nicht nur attraktive Gehälter bieten müssen, sondern auch eine positive Unternehmenskultur, flexible Arbeitsmodelle und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten.

Jobwechsel Umfrage
Symbolbild: Jobwechsel Umfrage (Foto: Picsum)

Die Jobwechsel Umfrage gibt auch Aufschluss darüber, wie sich die Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt hat. Viele Arbeitnehmer haben in den letzten Jahren ihre Prioritäten neu gesetzt und suchen nun nach einem Job, der ihnen mehr Flexibilität und Work-Life-Balance bietet. Die Jobwechsel Umfrage zeigt, dass die Arbeitgeber, die diese Bedürfnisse erfüllen können, im Vorteil sind. Die Pandemie hat auch die Bedeutung von Remote-Arbeit und digitaler Zusammenarbeit deutlich gemacht. Die Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, von zu Hause aus zu arbeiten, können nicht nur ihre Attraktivität steigern, sondern auch ihre Mitarbeiterbindung verbessern. Die Jobwechsel Umfrage unterstreicht die Notwendigkeit für Unternehmen, sich an die neuen Realitäten des Arbeitsmarktes anzupassen.

Aspekt Details Bewertung
Gehalt Wichtiger Faktor für Gen Z, weniger für Boomer ⭐⭐⭐⭐
Stresslevel Hohe Bedeutung für Boomer, geringere für Gen Z ⭐⭐⭐
Aufstiegschancen Relevant für Gen Z, irrelevant für Boomer ⭐⭐
Sinnhaftigkeit Wichtig für alle Generationen ⭐⭐⭐⭐⭐
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist die «Generation Z»?

Die «Generation Z» umfasst die Jahrgänge 1997 bis 2012. Sie ist die erste Generation, die mit dem Internet und den sozialen Medien aufgewachsen ist.

Was sind «Baby Boomer»?

Die «Baby Boomer» sind die Jahrgänge 1946 bis 1964. Sie sind die geburtenstärksten Jahrgänge der Nachkriegszeit. (Lesen Sie auch: 12 Best Sleeper Sofas in 2026 That…)

Warum ist das Gehalt für die «Generation Z» so wichtig?

Die «Generation Z» ist oft mit hohen Studienkrediten und steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert. Daher ist ein gutes Gehalt für sie besonders wichtig, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und sich ein gutes Leben leisten zu können.

Warum legen die «Baby Boomer» Wert auf ein geringes Stresslevel?

Die «Baby Boomer» haben oft schon viele Jahre Berufserfahrung und suchen in ihrer späteren Karrierephase nach einem Job, der ihnen ein angenehmes Arbeitsumfeld und eine gute Work-Life-Balance bietet. Sie möchten ihre verbleibende Arbeitszeit nicht mit unnötigem Stress verbringen.

Was können Arbeitgeber tun, um die Wechselbereitschaft ihrer Mitarbeiter zu reduzieren?

Arbeitgeber können die Wechselbereitschaft ihrer Mitarbeiter reduzieren, indem sie attraktive Gehälter zahlen, gute Aufstiegschancen bieten, ein positives Arbeitsklima schaffen, flexible Arbeitszeiten ermöglichen und eine sinnvolle Tätigkeit anbieten.

Fazit

Die aktuelle Jobwechsel Umfrage zeigt, dass die Lust auf einen Jobwechsel in Deutschland abnimmt, aber die Erwartungen an den Arbeitsplatz steigen. Die unterschiedlichen Generationen haben unterschiedliche Prioritäten, aber alle suchen nach einem Job, der ihnen Sicherheit, Sinnhaftigkeit und ein gutes Arbeitsklima bietet. Die Arbeitgeber müssen sich diesen veränderten Bedürfnissen anpassen, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Die Jobwechsel Umfrage ist ein wichtiger Indikator für die aktuelle Dynamik des Arbeitsmarktes und liefert wertvolle Erkenntnisse für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Die Unternehmen, die die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter verstehen und erfüllen, werden langfristig erfolgreich sein. (Lesen Sie auch: 7 Best Nail Clippers for Men in…)

Jobwechsel Umfrage
Symbolbild: Jobwechsel Umfrage (Foto: Picsum)