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Chemieindustrie: Evonik-Aktionäre sollen weniger Dividende bekommen

Die Chemieindustrie befindet sich in einem Umbruch, und auch der Spezialchemiekonzern Evonik spürt die Auswirkungen. Ein Umsatzrückgang, eine angepasste Dividendenpolitik und ein geplanter Stellenabbau sind die Antworten des Unternehmens auf die aktuelle Wirtschaftsflaute. Doch was bedeutet das konkret für Anleger und Beschäftigte?

Symbolbild: Evonik Dividende (Foto: Picsum)

Das Wichtigste in Kürze

  • Umsatz von Evonik sinkt im Geschäftsjahr um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro.
  • Bereinigtes EBITDA sinkt um neun Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro.
  • Neue Dividendenpolitik soll finanzielle Flexibilität erhöhen: Geplante Dividende für 2025 beträgt 1,00 Euro je Aktie.
  • Mittelfristig sollen 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet werden.
  • RAG-Stiftung, größter Anteilseigner, unterstützt die neue Dividendenstrategie.

Umsatzeinbruch und Gewinnrückgang: Evonik im schwierigen Marktumfeld

Die Konjunkturschwäche hat deutliche Spuren im Ergebnis von Evonik hinterlassen. Nach vorläufigen Zahlen sank der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Auch der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) ging um neun Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro zurück. Damit bewegt sich das Unternehmen jedoch im Rahmen der zuletzt ausgegebenen Prognose. Die gesamte Chemiebranche kämpft seit geraumer Zeit mit einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, geprägt von zunehmender Konkurrenz aus China und vergleichsweise hohen Energiekosten in Deutschland. Diese Faktoren belasten die Margen und erfordern strategische Anpassungen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Die Anpassung der Evonik Dividende ist eine direkte Folge dieser wirtschaftlichen Realität. Das Unternehmen muss in der Lage sein, flexibel auf Veränderungen im Markt zu reagieren und notwendige Investitionen zu tätigen, um langfristig erfolgreich zu sein. Die neue Dividendenpolitik soll hierfür den nötigen Spielraum schaffen.

Die neue Dividendenpolitik: Was bedeutet das für die Evonik Dividende?

Konzernchef Christian Kullmann hat eine neue Dividendenpolitik angekündigt, die ab dem Bilanzgewinn 2026 greifen soll. Ziel ist es, die finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu erhöhen. Für das Geschäftsjahr 2024 erhielten die Aktionäre noch 1,17 Euro je Anteilsschein. Für 2025 ist zunächst eine Dividende von 1,00 Euro geplant. In den Folgejahren soll die Ausschüttung dann zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses liegen. Würden die neuen Regeln bereits für 2025 angewandt, würde dies eine Dividende in Höhe von 54 bis 82 Cent je Aktie bedeuten. (Lesen Sie auch: Mark Ruffalo’s Law-Enforcement Officer Performances, Definitively Ranked)

«Wir brauchen eine gute Balance zwischen einer angemessenen Erfolgsbeteiligung für die Aktionäre und der Fähigkeit, zur richtigen Zeit in die besten Zukunftsprojekte zu investieren und die Verschuldung weiter abzubauen», erklärte Kullmann. Die Anpassung der Evonik Dividende ist somit ein strategischer Schritt, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen.

💡 Wichtig zu wissen

Die finale Entscheidung über die Dividende trifft die Hauptversammlung am 3. Juni. Bis dahin können sich die Aktionäre ein genaueres Bild von der finanziellen Situation des Unternehmens machen und die Argumente für die neue Dividendenpolitik abwägen.

RAG-Stiftung unterstützt den Kurswechsel bei der Evonik Dividende

Die RAG-Stiftung, mit 45 Prozent größter Anteilseigner von Evonik, steht hinter den Plänen des Managements. «Die Dividende von Evonik ist seit vielen Jahren hochattraktiv und verlässlich», erklärte Stiftungschef Bernd Tönjes, der auch Vorsitzender des Evonik-Aufsichtsrats ist. «Mit dem neuen Modell bliebe sie für die Aktionäre attraktiv und bemisst sich dynamisch am Gewinn.» Die Stiftung ist auf regelmäßige Mittelzuflüsse angewiesen, da sie dauerhaft die Folgekosten aus dem deutschen Steinkohlenbergbau trägt. Daher ist es für die RAG-Stiftung wichtig, dass Evonik wirtschaftlich stabil und erfolgreich ist, auch wenn dies kurzfristig eine geringere Evonik Dividende bedeutet.

Die Unterstützung der RAG-Stiftung ist ein wichtiges Signal für die anderen Aktionäre. Sie zeigt, dass der Kurswechsel von Evonik nicht nur von der Unternehmensführung, sondern auch vom größten Anteilseigner mitgetragen wird. Dies dürfte das Vertrauen in die langfristige Strategie des Unternehmens stärken. (Lesen Sie auch: Testen Sie Ihr Wissen: Führerscheinquiz: Wie gut…)

Investitionen und Schuldenabbau: Wohin fließt das eingesparte Geld?

Die durch die geringere Evonik Dividende eingesparten Mittel sollen in erster Linie in Zukunftsprojekte und den Abbau von Schulden fließen. Evonik plant, in den kommenden Jahren verstärkt in innovative Technologien und nachhaltige Produkte zu investieren. Dies soll das Unternehmen in die Lage versetzen, von den langfristigen Wachstumstrends in der Chemieindustrie zu profitieren. Gleichzeitig soll die finanzielle Stabilität des Unternehmens durch den Abbau von Schulden gestärkt werden. Eine solide Bilanz ist in einem volatilen Marktumfeld von entscheidender Bedeutung, um auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig zu bleiben.

Die Investitionen in Zukunftsprojekte sind ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit von Evonik langfristig zu sichern. Das Unternehmen muss sich den verändernden Anforderungen des Marktes anpassen und innovative Lösungen anbieten, um seine Position als führender Spezialchemiekonzern zu behaupten. Der Schuldenabbau trägt dazu bei, das finanzielle Risiko des Unternehmens zu reduzieren und die Flexibilität für zukünftige strategische Entscheidungen zu erhöhen.

Ausblick und Strategie: Evonik will zurück zu Wachstum

Evonik hat einen ersten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gegeben. Das Unternehmen rechnet mit einer leichten Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Laufe des Jahres. Allerdings bleibt das Marktumfeld weiterhin herausfordernd. Evonik will sich daher auf die Stärkung seiner Kernkompetenzen, die Optimierung seiner Kostenstruktur und die Förderung von Innovationen konzentrieren. Die Anpassung der Evonik Dividende ist ein Teil dieser umfassenden Strategie, um das Unternehmen widerstandsfähiger und zukunftsfähiger zu machen. Ziel ist es, mittelfristig wieder zu nachhaltigem Wachstum zurückzukehren und den Wert für die Aktionäre zu steigern.

Symbolbild: Evonik Dividende (Foto: Picsum)

Die neue Dividendenpolitik von Evonik ist ein Zeichen für die Herausforderungen, vor denen die Chemieindustrie derzeit steht. Sie zeigt aber auch, dass das Unternehmen bereit ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen und die notwendigen Anpassungen vorzunehmen, um langfristig erfolgreich zu sein. Die Entscheidung über die Evonik Dividende ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. (Lesen Sie auch: Tourismusanalyse: Umfrage: Urlauber geben 130 Euro pro…)

Aspekt Details Bewertung
Umsatzentwicklung Rückgang um 7% im Jahr 2025 ⭐⭐
Dividendenpolitik Anpassung zur Erhöhung der finanziellen Flexibilität ⭐⭐⭐
Investitionsstrategie Fokus auf Zukunftsprojekte und Schuldenabbau ⭐⭐⭐⭐
Unterstützung durch RAG-Stiftung Befürwortung des neuen Kurses ⭐⭐⭐⭐⭐
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum senkt Evonik die Dividende?

Evonik senkt die Dividende, um die finanzielle Flexibilität zu erhöhen und Mittel für Investitionen in Zukunftsprojekte und den Abbau von Schulden freizusetzen. Das Unternehmen reagiert damit auf die schwierige wirtschaftliche Lage und die Herausforderungen in der Chemieindustrie. (Lesen Sie auch: Anna Adamyan: Schwangere Anna Adamyan darf das…)

Wie hoch wird die Dividende für 2025 sein?

Für 2025 ist zunächst eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie geplant. Die endgültige Höhe hängt jedoch vom Ergebnis des Geschäftsjahres ab und wird von der Hauptversammlung beschlossen.

Wie wird die Dividende in Zukunft berechnet?

In den Folgejahren soll die Ausschüttung zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses liegen. Dies soll eine angemessene Erfolgsbeteiligung für die Aktionäre gewährleisten und gleichzeitig die finanzielle Stabilität des Unternehmens sichern.

Welche Rolle spielt die RAG-Stiftung bei der Dividendenpolitik?

Die RAG-Stiftung ist mit 45 Prozent größter Anteilseigner von Evonik und unterstützt die neue Dividendenpolitik. Sie sieht darin eine Möglichkeit, die langfristige Stabilität und den Erfolg des Unternehmens zu sichern, was auch im Interesse der Stiftung liegt.

Wann wird über die Dividende entschieden?

Die Hauptversammlung von Evonik entscheidet am 3. Juni über die Dividende für das Geschäftsjahr 2025. (Lesen Sie auch: Umwelt und Rohstoffe: BMW kooperiert mit Lidl-Schwester…)

Fazit

Die Anpassung der Evonik Dividende ist ein strategischer Schritt, um das Unternehmen für die Zukunft zu rüsten. Auch wenn dies kurzfristig zu geringeren Ausschüttungen für die Aktionäre führt, soll langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und der Wert des Unternehmens gesteigert werden. Die Unterstützung der RAG-Stiftung und die geplanten Investitionen in Zukunftsprojekte und den Schuldenabbau sind wichtige Signale, dass Evonik auf dem richtigen Weg ist, um die Herausforderungen der Chemieindustrie zu meistern und wieder zu nachhaltigem Wachstum zurückzukehren. Die Entwicklung der Evonik Dividende wird auch in Zukunft ein wichtiger Indikator für die finanzielle Gesundheit und die strategische Ausrichtung des Unternehmens sein.

Symbolbild: Evonik Dividende (Foto: Picsum)
Ariane Nagel

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