Die Diagnose Krebs ist ein Schock – für Betroffene und Angehörige gleichermaßen. Doch es gibt eine gute Nachricht: Viele Krebserkrankungen sind heilbar, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Die regelmäßige Krebsvorsorge ist daher ein entscheidender Faktor für ein langes und gesundes Leben. Nutze die Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, und nimm deine Gesundheit selbst in die Hand.
Krebs ist eine komplexe Erkrankung, die viele verschiedene Organe und Gewebe betreffen kann. Die Krebsvorsorge zielt darauf ab, Krebs frühzeitig zu erkennen oder sogar zu verhindern, indem Vorstufen rechtzeitig behandelt werden. Je früher eine Krebserkrankung entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. In Deutschland gibt es ein umfassendes Programm zur Krebsfrüherkennung, das von den Krankenkassen finanziert wird. Dieses Programm umfasst verschiedene Untersuchungen für Frauen und Männer, die auf die häufigsten Krebsarten zugeschnitten sind. Die Inanspruchnahme dieser Angebote ist ein wichtiger Schritt, um die eigene Gesundheit zu schützen.
Für Frauen beginnt die Krebsvorsorge bereits in jungen Jahren. Ab dem 20. Lebensjahr haben Frauen Anspruch auf eine jährliche Untersuchung beim Frauenarzt. Diese Untersuchung umfasst in erster Linie das Gebärmutterhalskrebs-Screening. Bis zum Alter von 34 Jahren wird der klassische Pap-Abstrich durchgeführt, bei dem Zellen vom Gebärmutterhals entnommen und auf Veränderungen untersucht werden. Ab dem 35. Lebensjahr kommt die sogenannte Ko-Testung zum Einsatz. Dabei wird zusätzlich zum Pap-Abstrich ein Test auf Humane Papillomviren (HPV) durchgeführt. HPV sind die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Die Ko-Testung wird alle drei Jahre von den Krankenkassen übernommen. Unabhängig vom Alter bleibt der Anspruch auf die jährliche Tastuntersuchung und die Inspektion der Geschlechtsorgane bestehen. (Lesen Sie auch: Krebsvorsorge bei Männern: Peniskrebs erkennen: Diese Warnsignale…)
Ab dem 30. Lebensjahr rückt die Brustkrebsvorsorge in den Fokus. Neben der jährlichen Tastuntersuchung durch den Arzt werden Frauen zur monatlichen Selbstuntersuchung der Brust angeleitet. Regelmäßige Selbstuntersuchung hilft Frauen, Veränderungen im Gewebe frühzeitig zu erkennen. Ein wichtiger Bestandteil der Brustkrebsvorsorge ist das Mammographie-Screening. Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren erhalten alle zwei Jahre eine Einladung zu dieser Röntgenuntersuchung der Brust. Das Mammographie-Screening kann helfen, Brustkrebs in einem frühen Stadium zu entdecken, wenn er noch gut behandelbar ist.
Die Teilnahme am Mammographie-Screening ist freiwillig. Es ist wichtig, sich vor der Entscheidung über die Vor- und Nachteile der Untersuchung zu informieren und mit dem Arzt zu besprechen.
Statistiken zeigen, dass Männer seltener an Krebsvorsorgeuntersuchungen teilnehmen als Frauen. Dabei ist die Früherkennung auch für Männer von großer Bedeutung. Ab dem 45. Lebensjahr haben Männer Anspruch auf eine jährliche Untersuchung zur Prostatakrebsvorsorge. Diese umfasst eine Tastuntersuchung der Prostata und der Lymphknoten sowie die Inspektion des äußeren Genitals. Der PSA-Test (Prostata-spezifische Antigen) ist eine weitere Möglichkeit zur Früherkennung von Prostatakrebs, wird aber in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen und stellt eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) dar. Trotz der Kontroversen um den PSA-Test kann er in Absprache mit dem Arzt eine sinnvolle Ergänzung zur Tastuntersuchung sein. (Lesen Sie auch: Whatsapp: Hat jemand meine Nummer gespeichert? So…)
Ab dem 50. Lebensjahr wird sowohl Männern als auch Frauen die Darmkrebsvorsorge empfohlen. Diese umfasst zunächst einen jährlichen Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Ab dem 55. Lebensjahr haben Männer und Frauen die Wahl zwischen zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren oder dem alle zwei Jahre durchgeführten Stuhltest.
Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten. Die gute Nachricht ist, dass Hautkrebs oft gut heilbar ist, wenn er frühzeitig erkannt wird. Ab dem 35. Lebensjahr haben Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung der gesamten Haut durch einen Arzt. Dabei wird die Haut auf verdächtige Muttermale oder andere Veränderungen untersucht. Regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut ist ebenfalls wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Krebsvorsorgeuntersuchungen und die empfohlenen Altersgruppen:
| Altersgruppe | Untersuchung | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Frauen ab 20 | Gebärmutterhalskrebs-Screening (Pap-Abstrich) | Jährlich (bis 34 Jahre) |
| Frauen ab 35 | Gebärmutterhalskrebs-Screening (Ko-Testung) | Alle 3 Jahre |
| Frauen ab 30 | Brustkrebs-Tastuntersuchung | Jährlich |
| Frauen 50-75 | Mammographie-Screening | Alle 2 Jahre |
| Männer ab 45 | Prostatakrebs-Tastuntersuchung | Jährlich |
| Männer und Frauen ab 35 | Hautkrebs-Screening | Alle 2 Jahre |
| Männer und Frauen ab 50 | Darmkrebsvorsorge (Stuhltest) | Jährlich |
| Männer und Frauen ab 55 | Darmkrebsvorsorge (Darmspiegelung) | 2 Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren oder alle 2 Jahre Stuhltest |
Die Krebsvorsorge ist ein wichtiger Baustein für die Erhaltung der Gesundheit. Durch die regelmäßige Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen können Krebserkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Nutze die Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, und informiere dich bei deinem Arzt über die für dich geeigneten Vorsorgeuntersuchungen. Die Krebsvorsorge ist ein Geschenk an dich selbst und deine Liebsten.
Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgende vertrauenswürdige Quellen:
Früherkennung zielt darauf ab, eine bereits bestehende Krebserkrankung in einem frühen Stadium zu entdecken. Vorsorge hingegen umfasst Maßnahmen, die das Risiko einer Krebserkrankung verringern sollen, beispielsweise durch eine gesunde Lebensweise oder die Entfernung von Krebsvorstufen.
Ein kleiner Teil der Krebserkrankungen ist auf genetische Veranlagung zurückzuführen. Wenn in deiner Familie gehäuft Krebserkrankungen aufgetreten sind, solltest du dich von deinem Arzt beraten lassen, ob eine genetische Beratung sinnvoll ist.
Ja, eine gesunde Lebensweise kann das Krebsrisiko deutlich senken. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum sowie der Schutz vor übermäßiger Sonneneinstrahlung.
Ein auffälliger Befund bedeutet nicht zwangsläufig, dass du Krebs hast. In den meisten Fällen sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die Ursache des Befundes abzuklären. Dein Arzt wird dich über die nächsten Schritte informieren.
Vor einer Darmspiegelung musst du deinen Darm gründlich entleeren. Dein Arzt wird dir genaue Anweisungen geben, welche Medikamente du einnehmen und welche Nahrungsmittel du vermeiden solltest. Die Darmspiegelung selbst wird in der Regel unter Sedierung durchgeführt, sodass du während der Untersuchung nichts spürst.
Krebsvorsorge ist mehr als nur die Teilnahme an Untersuchungen. Es ist eine aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit und ein bewusster Umgang mit Risikofaktoren. Nutze die Angebote zur Krebsfrüherkennung, informiere dich über die verschiedenen Möglichkeiten und sprich mit deinem Arzt über deine individuellen Bedürfnisse. Je besser du informiert bist, desto besser kannst du deine Gesundheit schützen und ein langes, gesundes Leben führen. Die Krebsvorsorge ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.
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